Zweiter Aufschlag
Also known as: Kick-Zweitaufschlag, Sicherheitsaufschlag
Der zweite Aufschlag ist der Folgeversuch nach einem Fehler und muss genug Spin und Marge bieten, um eine hohe Erfolgsquote zu garantieren und gleichzeitig die Optionen des Returners einzuschränken.
Zu schwach, und der Returner tritt ein, um anzugreifen; zu riskant, und er wird zum Doppelfehler. Die beste Version landet hoch im Aufsprung – schwerer Topspin auf den Körper oder die Rückhand ist meist die Lösung –, weil dieser Spin den Ball schnell in die Box zieht, Netzfreiraum kauft und einen unbequemen Aufsprung hinterlässt. Profis schlagen den Folgeball mit 65–80 % der Erstaufschlag-Geschwindigkeit, aber mit 50–100 % mehr Spin. Freizeitspieler schieben ihn stattdessen zaghaft, verlieren dabei durch Vorsicht Schlägerkopfgeschwindigkeit, was paradoxerweise Spin reduziert und das Doppelfehler-Risiko erhöht. Einen zuverlässig schweren zweiten Aufschlag zu entwickeln, gehört zu den lohnendsten Verbesserungen im Freizeit-Tennis.
Der Spin-Mechanismus schafft Marge in beide Richtungen. Ein mit schwerem Topspin geschlagener Ball kurvt viel steiler nach unten als ein flacher Aufschlag, was bedeutet, dass er höher über das Netz gezielt werden kann und trotzdem gut innerhalb der Box landet. Dieser zusätzliche Freiraum ist die gesamte Sicherheitsmarge – der Aufschläger kann selbstbewusst mit nahezu voller Geschwindigkeit schwingen und hat trotzdem mehrere Zentimeter Toleranz über dem Band. Mit steigender Swing-Geschwindigkeit steigt auch der Spin, und damit die Marge: ein sich selbst verstärkender Kreislauf, der Engagement statt Vorsicht belohnt.
Position spielt hier eine Rolle, die sie beim ersten Ball nicht hat. Viele Klubspieler stehen für beide an derselben Stelle, aber schwerer Topspin funktioniert am besten, wenn der Toss etwas hinter dem Kopf liegt – eine kleine Anpassung weg von einem flachen Aufschlag. Auf der Ad-Seite zwingt ein kickender Ball, der auf die Rückhand-Ecke gezielt ist, den Returner, sich in die Ecke und dann nach oben zu bewegen, um den hohen Kick zu bewältigen – eine Kombination, die selten eine aggressive Antwort produziert. Diese gezielten Feinheiten machen aus einem mechanisch soliden Aufschlag eine wirklich taktische Waffe.
Tips by skill level
Practise it in isolation at full swing speed — commit to the spin, not the caution, and you will quickly feel that more speed creates more margin rather than less.
Develop a heavy kicking ball that bounces above the opponent's shoulder on the backhand side. This not only reduces double-fault risk but actively limits what the returner can do with the ball.
Example
Nach einem Fehler beim ersten Aufschlag setzt der Spieler auf schweren Topspin bei 70 % Tempo – der Ball springt hoch zur Rückhand und neutralisiert den Angriff des Returners.
Why it matters
A weak second serve is the most exploitable position in tennis. Compare your two serves on video to see whether you slow the swing or misplace the toss. Motion Lab does not track the toss or measure swing speed.
How it shows up on video
On video, compare your two serves: swing speed should stay comparable, with only spin type and toss position changing. A fear-driven attempt shows up as a sharply slowed backswing, a hesitant trophy position, and a ball that floats without spin — the opposite of what the player intends.
Common mistakes
- Slowing the swing sharply, which paradoxically reduces spin and makes the ball float without margin
- Keeping the first-ball toss position but dropping swing speed, producing a hybrid that succeeds at neither pace nor spin
- Aiming for the center of the service box out of caution, giving the returner a predictable mid-court target to attack
- Abandoning the pre-point routine on the follow-up, breaking the mental consistency that supports reliable execution
In SwingVantage Motion Lab
Motion Lab does not measure swing speed, pace, spin, or ball trajectory. Compare your two serves on video: a safe second serve differs in spin, a pushed one only in pace.
Frequently asked questions
Wie höre ich auf, Angst vor einem Doppelfehler zu haben?
Vertraue deinem Spin, statt deinen Swing zu verlangsamen. Setze auf volle Schlägerkopfgeschwindigkeit und lass Topspin oder Slice die Marge schaffen. Den Swing zu verlangsamen entfernt den Spin und erhöht paradoxerweise das Fehlerrisiko.
Related terms
- KickaufschlagEin Kickaufschlag kombiniert schweren Topspin mit Seitspin, um das Netz sicher zu überqueren und dann hoch und seitlich zu springen, was ihn zum Standard-Zweitaufschlag auf hohem Niveau macht, wegen seiner Marge und seines unbequemen Aufsprungs.
- Flacher AufschlagEin flacher Aufschlag wird mit minimalem Spin bei maximaler Schlägerkopfgeschwindigkeit geschlagen und erzeugt die höchste Geschwindigkeit und geringste Fehlermarge der drei Haupt-Aufschlagarten.
- Slice-AufschlagEin Slice-Aufschlag verleiht Seitspin, indem er über die Außenseite des Balls streicht, wodurch der Ball für einen rechtshändigen Aufschläger vom Deuce-Feld-Gegner weg kurvt und nach dem Aufsprung niedrig bleibt.
- DoppelfehlerEin Doppelfehler tritt ein, wenn sowohl der erste als auch der zweite Aufschlag außerhalb der Aufschlagbox landen, wodurch der Punkt direkt an den Returner geht.
- AufschlagroutineEine Aufschlagroutine ist die konstante Abfolge vor dem Aufschlag – Ball aufsetzen, atmen, Füße positionieren –, die Spielern hilft, vor jedem Aufschlag in einen ruhigen, fokussierten Zustand zu kommen.
- Continental-GriffDer Continental-Griff positioniert den Grundknöchel des Zeigefingers auf Bevel 2 des Griffstücks – der universelle Griff für Volleys, Aufschläge, Smashes, Slices und Stoppbälle.
- Trophäenposition (Aufschlag)Die Trophy Position ist der Checkpunkt am Höhepunkt des Aufschlag-Toss – Schlagarm oben, Körper gewölbt, Wurfarm gestreckt –, an dem die kinetische Kette voll geladen und bereit ist, aufwärts zu feuern.
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