Beidhändige Rückhand
Also known as: Zweihänder, doppelhändige Rückhand
Eine beidhändige Rückhand legt beide Hände an den Griff, wobei die nicht-dominante Hand zusätzliche Stabilität, Kraft und Tarnung durch den Kontakt liefert.
Die beidhändige Rückhand wurde ab den 1970er-Jahren zum dominanten Profistil, wegen ihrer strukturellen Vorteile: Die zweite Hand verkürzt den Hebelarm und hält die Schlägerfläche beim Kontakt stabiler, was es Spielern erlaubt, hoch aufspringenden Topspin und hart geschlagene Bälle leichter zu handhaben als mit einem einhändigen Griff. Die Fußstellung ist meist semi-offen oder quadratisch, mit einer vollen Hüft-Schulter-Aufladung im Backswing. Der Swingbogen ist kompakter als bei einer einhändigen Rückhand, und die Tarnung verbessert sich, weil das Handgelenk länger neutral bleibt. Häufige Fehler sind, den führenden Ellbogen vom Körper wegzuziehen, das hintere Bein nicht zu laden und den Griff beim Kontakt zu lösen. Der Zweihänder ist die erste Rückhand, die die meisten Trainer Anfängern beibringen, weil sie einen späten Kontakt nachsichtiger verzeiht.
Die Rolle des nicht-dominanten Arms bei der beidhändigen Rückhand wird oft missverstanden. Die nicht-dominante Hand sollte den Swing aktiv treiben – man kann es sich wie eine linkshändige Vorhand vorstellen, die für einen Rechtshänder über den rechtshändigen Griff gelegt ist. Spieler, die die nicht-dominante Hand nur als Stabilisator behandeln, produzieren einen deutlich schwächeren Schlag, der unter starkem Tempo einbricht. Übungen mit reinem Kontakt der nicht-dominanten Hand allein sind einer der schnellsten Wege, eine saubere Zweihänder-Mechanik zu entwickeln, weil sie die richtigen Muskelgruppen zwingen, sich zu engagieren, ohne dass der dominante Arm kompensiert.
Die beidhändige Rückhand verliert im Vergleich zur einhändigen Variante an Reichweite – wenn ein Ball sehr weit, tief und kurz kommt, kann der Zweihänder einen unangenehm gestreckten Kontakt erzwingen. Elite-Zweihänder begegnen dem, indem sie eine einhändige Slice als Ergänzung einbauen, die gezielt für diese weiten, tiefen oder kurzen Bälle genutzt wird. Beide Optionen zu haben, gibt dem Spieler in den meisten Situationen die Stabilität des Zweihänders und behält gleichzeitig den Reichweitenvorteil des Einhänders, wenn die Geometrie es verlangt.
Think of the non-dominant arm as the primary driver and the dominant arm as the guide. This means push through the ball with your left hand (for a right-hander) to build a more stable two-hander.
Drill the backhand with only the non-dominant arm against slow tosses to build the strength and coordination needed to take over when pace arrives.
Example
Novak Djokovics beidhändige Rückhand ist berühmt für ihre Präzision und Fähigkeit, Tempo umzulenken – er kann einen 160-km/h-Ball mit minimaler Anpassung longline schicken.
Why it matters
Eine beidhändige Rückhand, die unter Tempo einbricht, offenbart meist ein Unit-Turn-Defizit. SwingVantage kann erkennen, ob du dich genug drehst, um den Ball vor dem Körper zu treffen.
How it shows up on video
SwingVantage looks for both hands working as a unit through the swing, with the non-dominant arm actively pushing through contact rather than just along for the ride. Common video errors include the non-dominant hand releasing too early, the hips failing to rotate before the upper body. A short follow-through that stops at the shoulder rather than extending over it.
Common mistakes
- Allowing the non-dominant hand to go passive at contact instead of driving through the ball
- Failing to load the back leg on the backswing, producing a weak arm-only push
- Releasing the grip with the top hand before contact, reducing stability under pace
- Not rotating the hips before the shoulders, causing the whole upper body to swing as one flat unit
In SwingVantage Motion Lab
SwingVantage analyzes the symmetry of both arm contributions through the contact zone and measures hip-rotation timing relative to shoulder uncoiling to detect arm-dominant patterns on the two-hander.
Frequently asked questions
Kann ich als Erwachsener von einhändiger auf beidhändige Rückhand wechseln?
Ja, viele erwachsene Spieler wechseln erfolgreich. Rechne mit einer kurzen Anpassungsphase, während die nicht-dominante Hand die Koordination aufbaut, die nötig ist, um durch den Ball zu treiben.
Related terms
- RückhandDie Rückhand ist ein Grundschlag, der auf der nicht-dominanten Körperseite gespielt wird, entweder ein- oder beidhändig, und kann flach, mit Topspin oder als Slice geschlagen werden.
- Unit TurnEin Unit Turn ist das gemeinsame Drehen von Hüfte und Schultern bei der Vorbereitung auf einen Grundschlag, statt den Schläger nur mit dem Arm zurückzunehmen.
- Kinetische KetteDie kinetische Kette im Tennis ist die sequenzielle Kraftübertragung vom Boden durch Beine, Hüfte, Rumpf, Schulter, Arm und Schläger, wobei jedes Segment das nächste beschleunigt, um die Schlägerkopfgeschwindigkeit zu vervielfachen.
- Follow-ThroughDer Follow-Through ist die Bahn, die der Schläger nach dem Kontakt nimmt. Ein vollständiger Abschluss bestätigt, dass der Swing vor dem Treffen des Balls nicht abgebremst wurde.
- Eastern-GriffDer Eastern-Griff platziert den Grundknöchel des Zeigefingers auf der flachen Seitenfläche des Griffstücks (Bevel 3) und erlaubt eine flache bis moderat topspinnende Vorhand mit komfortabler Kontakthöhe.
- Cross-SchlagEin Cross-Schlag reist diagonal über das Netz auf die gegenüberliegende Platzseite und nutzt dabei die längste verfügbare Distanz sowie den niedrigsten Teil des Netzes.
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